Vaillant Wärmepumpe mit Solarthermie in 93073 Neutraubling – bivalente Warmwasserbereitung
Bei dieser Heizungsmodernisierung in 93073 Neutraubling bei Regensburg haben wir eine Vaillant aroTHERM plus Luft/Wasser-Wärmepumpe mit einer solarthermisch unterstützten Warmwasserbereitung kombiniert.
Eine zentrale Rolle übernimmt dabei ein bivalenter 300-Liter-Trinkwarmwasserspeicher mit zwei Wärmetauschern. Über ihn können Wärmepumpe und Solarthermie gemeinsam zur Warmwasserbereitung genutzt werden. Ergänzt wird die Anlage durch eine Vaillant Hydraulikstation VWZ MEH 97/7, das Vaillant VR 71 Erweiterungsmodul, zwei COSMO-Pumpengruppen sowie einen separaten Heizungspufferspeicher.
Das Anlagenkonzept ermöglicht es, vorhandene Solarwärme weiterhin sinnvoll zu nutzen und die Wärmepumpe insbesondere bei ausreichendem Solarertrag von der Warmwasserbereitung zu entlasten.
Vaillant aroTHERM plus mit bestehender Solarthermie kombiniert
Wer eine bestehende Heizungsanlage durch eine Wärmepumpe ersetzt, muss eine vorhandene und funktionsfähige Solarthermieanlage nicht zwangsläufig stilllegen. Wenn Zustand und Anlagenkonzept dafür geeignet sind, können beide Technologien miteinander kombiniert werden.
Bei diesem Projekt in Neutraubling wurde genau diese Lösung umgesetzt. Die Vaillant aroTHERM plus übernimmt die bedarfsgerechte Wärmeversorgung, während die Solarthermie weiterhin Energie für die Trinkwassererwärmung bereitstellen kann.
Dadurch wird die vorhandene Solaranlage Bestandteil des neuen Wärmepumpensystems, anstatt beim Heizungstausch ungenutzt zu bleiben.
300-Liter-Warmwasserspeicher mit zwei Wärmetauschern
Das Herzstück der Warmwasserbereitung bildet ein bivalenter Trinkwarmwasserspeicher mit 300 Litern Fassungsvermögen. Der Speicher verfügt über zwei getrennte Wärmetauscher, über die Solarthermie und Wärmepumpe hydraulisch eingebunden werden.
Unterer Wärmetauscher für die Solarthermie
Die von den Solarkollektoren bereitgestellte Wärme wird über den unteren Wärmetauscher an das Trinkwasser im Speicher übertragen. Durch die Positionierung im unteren Speicherbereich kann die Solarthermie ein entsprechend großes Speichervolumen erwärmen.
Oberer Wärmetauscher für die Wärmepumpe
Steht nicht ausreichend Solarwärme zur Verfügung, kann die Vaillant Wärmepumpe die erforderliche Nachheizung übernehmen. Hierfür wird der obere Wärmetauscher des Speichers genutzt.
Auf diese Weise ergänzen sich beide Wärmeerzeuger: Solarenergie wird genutzt, wenn sie verfügbar ist, während die Wärmepumpe die erforderliche Warmwassertemperatur bedarfsgerecht sicherstellen kann.
Solarthermie kann die Wärmepumpe im Sommer entlasten
Besonders interessant ist die Kombination während der sonnenreichen Monate. Bei ausreichendem Solarertrag kann ein großer Teil der benötigten Energie für die Warmwasserbereitung über die Solarthermie bereitgestellt werden.
Entsprechend muss die Wärmepumpe weniger Wärme für die Trinkwassererwärmung erzeugen. Abhängig von Solarertrag und Warmwasserverbrauch können dadurch die Verdichterlaufzeiten und Startvorgänge für die Warmwasserbereitung reduziert werden.
Wie hoch der tatsächliche solare Anteil ausfällt, hängt unter anderem von Größe und Ausrichtung der Kollektoren, Sonneneinstrahlung, Speichertemperaturen und dem individuellen Warmwasserbedarf ab.
Vaillant Hydraulikstation VWZ MEH 97/7
Für die hydraulische Einbindung der Wärmepumpe wurde eine Vaillant Hydraulikstation VWZ MEH 97/7 installiert. Sie bildet einen wichtigen Bestandteil der Innentechnik und verbindet die Wärmepumpe mit den weiteren Komponenten des Heizsystems.
Wärmepumpe, Warmwasserspeicher, Heizungspuffer und Wärmeverteilung wurden dabei nicht als einzelne Komponenten betrachtet, sondern als zusammenhängendes hydraulisches System geplant und installiert.
Vaillant VR 71 und zwei COSMO-Pumpengruppen
Für die erweiterte Anlagenregelung wurde zusätzlich ein Vaillant VR 71 integriert. Das Erweiterungsmodul ermöglicht innerhalb entsprechender Vaillant Systemkonfigurationen die regelungstechnische Einbindung zusätzlicher Heizkreise und Anlagenfunktionen.
Zwei COSMO-Heizkreis-Pumpengruppen übernehmen die vorgesehene Wärmeverteilung innerhalb des Heizsystems. Damit können die entsprechenden Heizkreise passend zum hydraulischen Anlagenkonzept versorgt werden.
Separater Pufferspeicher für den Heizbetrieb
Neben dem 300-Liter-Trinkwarmwasserspeicher wurde ein separater Heizungspufferspeicher installiert. Dieser ist ausschließlich Bestandteil des Heizwasserkreislaufs und vom Trinkwarmwasserspeicher zu unterscheiden.
Der Pufferspeicher stellt zusätzliches Heizwasservolumen für das hydraulische Anlagenkonzept bereit. Seine Einbindung wurde auf Wärmepumpe und vorhandene Wärmeverteilung abgestimmt.
Damit verfügt die Anlage über zwei klar getrennte Speicherfunktionen: den bivalenten 300-Liter-Speicher für die Trinkwarmwasserbereitung und einen separaten Pufferspeicher für das Heizsystem.
Solarstation für die bestehende Solarthermie
Auch der Solarkreislauf wurde entsprechend in die neue Anlage eingebunden. Über die Solarstation wird die von den Kollektoren erzeugte Wärme zum unteren Wärmetauscher des Warmwasserspeichers übertragen.
Damit bleibt die bestehende Solarthermie auch nach der Umstellung auf die Wärmepumpe aktiv in die Warmwasserbereitung eingebunden.
Heizungswasseraufbereitung mit Systemtrenner
Zur fachgerechten Befüllung und Nachspeisung wurde eine entsprechende Einrichtung mit Cillit-Systemtrenner und Heizungswasseraufbereitung installiert.
Das Heizsystem wurde mit aufbereitetem beziehungsweise entmineralisiertem Heizungswasser befüllt. Eine geeignete Heizungswasserqualität trägt dazu bei, Ablagerungen und wasserseitige Korrosionsprozesse innerhalb der Heizungsanlage zu begrenzen. Die Anforderungen an das Heizungswasser werden dabei passend zu Anlage und Herstellervorgaben berücksichtigt.
Der Systemtrenner verhindert gleichzeitig einen unzulässigen Rückfluss von Heizungswasser in die Trinkwasserinstallation.
Saubere Verrohrung und Wärmedämmung im Technikraum
Bei einer umfangreichen Anlagenkombination aus Wärmepumpe, Solarthermie, zwei Speichern und mehreren Heizkreisen spielt eine übersichtliche hydraulische Installation eine wichtige Rolle.
Die erforderlichen Heizungsleitungen wurden entsprechend der neuen Anlagenhydraulik verlegt und anschließend wärmegedämmt. So werden unnötige Wärmeverluste über die Rohrleitungen im Technikbereich reduziert.
Die installierte Heiztechnik im Überblick
- Vaillant aroTHERM plus Luft/Wasser-Wärmepumpe
- Vaillant Hydraulikstation VWZ MEH 97/7
- bivalenter 300-Liter-Trinkwarmwasserspeicher mit zwei Wärmetauschern
- Einbindung der Solarthermie über den unteren Speicherwärmetauscher
- Nachheizung über die Wärmepumpe und den oberen Speicherwärmetauscher
- separater Heizungspufferspeicher
- Vaillant VR 71 Erweiterungsmodul
- zwei COSMO-Heizkreis-Pumpengruppen
- Solarstation zur Einbindung des Solarkreislaufs
- Membran-Ausdehnungsgefäß und erforderliche Sicherheitsarmaturen
- Cillit-Systemtrenner mit Heizungswasseraufbereitung
- Befüllung mit aufbereitetem Heizungswasser
- hydraulische Verrohrung und Wärmedämmung der Heizungsleitungen
Das Ergebnis: Wärmepumpe und Solarthermie sinnvoll kombiniert
Mit der neuen Heizungsanlage in 93073 Neutraubling können Wärmepumpe und Solarthermie gemeinsam für die Wärme- und Warmwasserversorgung genutzt werden.
Der bivalente 300-Liter-Speicher ermöglicht die Einbindung beider Wärmequellen. Steht ausreichend Solarenergie zur Verfügung, kann diese direkt zur Trinkwassererwärmung genutzt werden. Reicht der Solarertrag nicht aus, übernimmt die Wärmepumpe die erforderliche Nachheizung.
Zusammen mit dem separaten Heizungspuffer, der Vaillant Hydraulik- und Regelungstechnik sowie den beiden Pumpengruppen entstand ein aufeinander abgestimmtes Gesamtsystem.
Bestehende Solarthermie beim Umstieg auf Wärmepumpe weiter nutzen
Sie besitzen bereits eine Solarthermieanlage und überlegen, Ihre bisherige Heizung durch eine Wärmepumpe zu ersetzen? Eine vorhandene Solaranlage kann unter geeigneten Voraussetzungen weiterhin genutzt und in das neue Heizkonzept integriert werden.
Ob sich die Kombination im konkreten Gebäude lohnt und welche Speicher- und Hydrauliklösung dafür erforderlich ist, sollte individuell geprüft werden. Entscheidend sind unter anderem Zustand und Auslegung der Solarthermie, die vorhandene Gebäudetechnik sowie das geplante Wärmepumpensystem.
Wärmepumpe in Neutraubling und Regensburg installieren lassen
Koller Haustechnik plant und installiert Wärmepumpen in Neutraubling, Regensburg und im Landkreis Regensburg. Dabei übernehmen wir sowohl klassische Wärmepumpeninstallationen als auch umfangreichere Anlagenkonzepte mit Pufferspeichern, mehreren Heizkreisen oder der Einbindung bestehender Solarthermie.
Von der Bestandsaufnahme und Planung über die hydraulische Installation bis zur Regelung und Inbetriebnahme erhalten Sie die Heizungsmodernisierung aus einer Hand.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Wärmepumpen-Seite. Weitere bereits realisierte Anlagen zeigen wir in unseren Referenzen.
Sie planen eine Wärmepumpe in Neutraubling oder möchten Ihre bestehende Solarthermie weiter nutzen? Kontaktieren Sie Koller Haustechnik. Wir prüfen die vorhandene Heiztechnik und entwickeln ein passendes Anlagenkonzept für Ihr Gebäude.